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2005 

SURTECO AG von weltweiter Konjunkturschwäche belastet

24.05.2005

Bereinigtes Ergebnis rückläufig Nachfragebelebung nicht in Sicht


Das laufende Geschäftsjahr der SURTECO AG, führender Anbieter von Oberflächenmaterialien auf der Basis technischer Rohpapiere und Kunststoffe, begann nicht sehr ermutigend. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich gegenüber 2004 - insbesondere in Deutschland - nochmals deutlich verschlechtert. Der Umsatz dieses wichtigen Zulieferers der internationalen Bau- und Möbelindustrie stieg zwar um 5 % auf Mio. Euro 101,7, bereinigt um die Erstkonsolidierung der im Oktober 2004 erworbenen kanadischen Canplast Gruppe sind die Umsätze allerdings um 2 % gesunken.

Mit Mio. Euro 18,7 lag das EBITDA des ersten Quartals 2005 um 8 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen blieben mit Mio. Euro 4,5 auf der Höhe des Vergleichsquartals. Der erstmalige Wegfall der Goodwill-Abschreibungen als Ergebnis der Neuregelungen des IFRS 3 begünstigte das EBIT und in der Folge das Ergebnis vor Steuern und Minderheitsanteilen (EBT), das mit Mio. Euro 12,1 höher ausfiel als im Vorjahresquartal. Bereinigt um den Effekt aus dem Wegfall der Goodwill-Abschreibungen errechnet sich im EBT ein Minus von 14 %.

Die Strategische Geschäftseinheit (SGE) Papier der SURTECO AG, zu der die Bausch Dekor GmbH sowie die BauschLinnemann GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zählen, konnte sich dem rückläufigen Trend in der Bau- und Möbelbranche nicht entziehen. Der Umsatz sank um 5 % auf Mio. Euro 46,6. In Deutschland waren alle Marktsegmente mit Ausnahme der Caravanindustrie von Rückgängen betroffen. Eine große Anzahl von Kunden musste bereits zum Jahresbeginn Kurzarbeit anmelden - eine Entwicklung, die in früheren Jahren nur in den Sommermonaten zu beobachten war. Der Inlandsumsatz der SGE Papier lag im ersten Quartal 2005 mit Mio. Euro 16,8 um 4 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Auslandsgeschäft gab ebenfalls nach. Mit Mio. Euro 29,8 betrug die Differenz zum ersten Quartal des Vorjahrs Mio. Euro 1,6 bzw. 5 %. Die Abnehmer der SGE Papier im europäischen Markt in der Industrie, im Handel und im Innenausbau waren durchgängig schlecht ausgelastet. Dennoch konnte das Umsatzniveau auf der Höhe des Vorjahresquartals gehalten werden. In Amerika führten u.a. hohe Lagerbestände bei Großkunden zu einem Rückgang der Umsätze um 24 % auf Mio. Euro 4,5. Darüber hinaus leiden die US-amerikanischen Möbelhersteller zunehmend unter Billigimporten aus Ostasien. Die Bausch Dekor GmbH hingegen konnte ihren Umsatz mit bedruckten Papieren bei externen Kunden in Deutschland und im Ausland um insgesamt 43 % auf Mio. Euro 3,9 steigern.

Nicht ganz so unbefriedigend, wenngleich nicht im Rahmen der Erwartungen, verlief das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs in der SGE Kunststoff, in der der Konzern die Aktivitäten der Döllken-Gruppe bündelt. Der Umsatz stieg um 15 % auf Mio. Euro 55,1 an. Für einen objektiven Vergleich mit dem Vorjahr sind jedoch die Umsätze der im Oktober 2004 akquirierten Canplast herauszurechnen. Auf vergleichbarer Ebene ergibt sich für die Kunststoffsparte ein Zuwachs von knapp 2 %. Der Umsatz in Deutschland lag mit Mio. Euro 22,5 um Mio. Euro 1,2 unter dem Vorjahr. Während das Kantengeschäft hier zu Lande auf dem Niveau von 2004 stagnierte, blieben das Baumarkt- sowie das Fassadengeschäft deutlich darunter. Besser präsentiert sich das Auslandsgeschäft. Der europäische Markt legte um 3 % zu und erreichte Mio. Euro 14,3. Die deutlichste Zunahme zeigte sich in Amerika. Durch die Übernahme der Canplast Gruppe verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf Mio. Euro 13,8.

Die äußerst schwache Inlandskonjunktur und die spürbare Nachfrageberuhigung in den wichtigsten Auslandsmärkten werden sich nach Einschätzung des Unternehmens in den kommenden Monaten nicht umkehren. Für 2005 ist von einem konsolidierungsbereinigten Rückgang des Umsatzes auszugehen (2004: Mio. Euro 380,4). Die im Zusammenhang mit den bereits eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen entstehenden Einmalaufwendungen werden das Ergebnis zusätzlich belasten. Auf vergleichbarer Ebene wird daher das Jahresergebnis (EBT) voraussichtlich hinter dem Resultat des Vorjahrs zurück bleiben.