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2006 

SURTECO nach gutem Jahr 2005 auch für 2006 zuversichtlich

27.04.2006

2005 akquisitionsbedingt mit Umsatzplus von 4 % auf Mio. € 396,4

Konzernjahresüberschuss steigt 2005 um 20 % auf Mio. € 21,8

Weitere Verbesserungen von Umsatz und Gewinn in 2006 erwartet


Im Geschäftsjahr 2005 konnte die SURTECO AG, führender Hersteller von Oberflächenmaterialien auf der Basis technischer Rohpapiere und Kunststoffe für die internationale Bau- und Möbelindustrie, trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Die Umsatzerlöse lagen mit Mio. € 396,4 akquisitionsbedingt um 4 % über Vorjahr. Bereinigt wäre ein leichter Rückgang von 0,5 % ausgewiesen worden. Hierin spiegelt sich die Stagnation der meisten Kundenindustrien des Unternehmens, vor allem in der Möbelindustrie in Deutschland, wider. Dem vierprozentigen Erlösrückgang in Deutschland stand eine Verbesserung des Auslandsumsatzes um 9 % auf Mio. € 253,3 gegenüber. Die Auslandsumsatzquote kletterte von 61 % auf 64 %. Die Kunststoffsparte der SURTECO AG befand sich auch 2005 weiter im Aufwind. So konnte der Segmentumsatz um 12 % auf Mio. € 223,9 verbessert werden. Dagegen verlief das Geschäft in der Papiersparte 2005 sehr verhalten. Entsprechend lag der Segmentumsatz mit Mio. € 172,5 um 4 % unter Vorjahresniveau.

Konzernjahresüberschuss um 20 % verbessert

Während das operative Ergebnis (EBITDA) aufgrund der deutlichen Belastungen von der Rohstoffkostenseite mit Mio. € 69,1 um 4 % unter dem Vorjahreswert lag, konnte das EBIT, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, vor Restrukturierungen deutlich von Mio. € 45,8 auf Mio. € 51,3 verbessert werden. Das ROS (EBIT/Umsatz) stieg von 12,0 % auf 12,9 %. Hierbei ist jedoch für 2005 der erstmalige Wegfall der Goodwill-Abschreibungen (Vorjahr: Mio. € 8,8) zu berücksichtigen. Der Vorsteuergewinn lag trotz höherer Restrukturierungsaufwendungen (Mio. € 3,9 nach Mio. € 1,3 in 2004) mit Mio. € 37,6 um 8 % über Vorjahr. Der Konzernnachsteuergewinn konnte um ein Fünftel von Mio. € 18,2 auf Mio. € 21,8 gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie kletterte von € 1,72 auf € 1,97.

Friedhelm Päfgen, der Vorstandsvorsitzende der SURTECO AG, zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2005: „SURTECO konnte auch 2005 den schwierigen Rahmenbedingungen der meisten Kundenindustrien trotzen. Umsatz und Jahresüberschuss sowie unsere Bilanzstruktur wurden weiter verbessert. Angesichts eines guten Starts ins neue Geschäftsjahr sind wir auch für das Gesamtjahr 2006 zuversichtlich.“

Bilanzstruktur weiter verbessert

SURTECO ist es in 2005 gelungen, die wichtigsten Bilanzkennzahlen weiter zu verbessern. So wurden die Nettofinanzschulden binnen Jahresfrist von Mio. € 162,7 auf Mio. € 134,6 reduziert. Das Gearing, der Verschuldungsgrad, sank entsprechend von 140 % auf 90 %. Auch die Eigenkapitalquote konnte signifikant von 32,2 % auf 40,2 % verbessert werden. Hierzu trug zum einen die erfreuliche operative Entwicklung, zum anderen aber auch die zur Erhöhung des Streubesitzes in 2005 durchgeführte Kapitalmaßnahme bei.

Stärkere Öffnung zum Kapitalmarkt

Nachdem bereits in 2005 der Streubesitz des Unternehmens von 7,6 % auf 14,5 % erhöht wurde, strebt der Vorstand eine weitere Öffnung des Unternehmens zum Kapitalmarkt an. Hierfür ist nicht nur eine transparentere Kommunikationspolitik notwendig, sondern auch ein weiterer Schritt in Richtung höherer Handelbarkeit der Aktie. Ziel ist die Aufnahme der SURTECO-Aktie in den SDAX. Angesichts einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund Mio. € 360 bedarf es hierfür einer weiteren Erhöhung des Streubesitzes. Bezogen auf die Ausschüttungspolitik setzt SURTECO auf Kontinuität. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine unveränderte Dividendenzahlung von € 0,80 je Aktie vor.

Vorsichtige Zuversicht für 2006

Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2006 sind zufriedenstellend verlaufen. Neben einem leichten Umsatzplus wurde im 1. Quartal beim Ergebnis eine überproportionale Steigerung verzeichnet. Die Detailzahlen werden am 31. Mai 2006 kommuniziert. Für das Gesamtjahr 2006 ist der Vorstand verhalten zuversichtlich. Während aus dem Inlandsgeschäft keine nennenswerten positiven Impulse zu erwarten sind, dürfte das Exportgeschäft weiterhin positiv verlaufen. Insgesamt wird für 2006 mit einem leichten Umsatzplus gerechnet. Das Ergebnis dürfte trotz erneuter Belastungen von der Rohstoffseite überproportional stark ansteigen. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem auch der ab Januar 2006 gültige firmenbezogene Verbandstarifvertrag, der längere Wochenarbeitszeiten ohne Lohnausgleich sowie deutlich mehr Flexibilität beinhaltet.